Direkt zum Inhalt

OICA feiert die 200. Sitzung des Technischen Komitees und blickt auf 70 Jahre im Zentrum der globalen automobilen Regulierung zurück

Die Internationale Organisation der Kraftfahrzeughersteller OICA (Organisation Internationale des Constructeurs Automobiles) feiert heute ein doppeltes Jubiläum: die 200. Sitzung ihres Technischen Komitees und den 70. Jahrestag seiner Gründung.

Das Komitee wurde 1956 als Unterstützung bei der Umsetzung des damals bevorstehenden Übereinkommens von 1958 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) eingerichtet.

 

Dieses Übereinkommen trug den offiziellen Titel:

“Agreement concerning the Adoption of Uniform Technical Prescriptions for Wheeled Vehicles, Equipment and Parts which can be fitted and/or be used on Wheeled Vehicles and the Conditions for Reciprocal Recognition of Approvals Granted on the Basis of these Prescriptions”.

 

Das Übereinkommen von 1958 basierte auf zwei zentralen Säulen:

  • Harmonisierung internationaler technischer Anforderungen (UN‑Regelungen)
  • Gegenseitige Anerkennung von Typgenehmigungen zwischen den Vertragsparteien

 

Das Technische Komitee der OICA bildet seit seiner Gründung einen Grundpfeiler der internationalen regulatorischen Zusammenarbeit für die globale Automobilindustrie.

Es verfügt über strukturierte Expertengruppen und technische Arbeitsstränge – einige von ihnen wurden bereits bei der Gründung der OICA im Jahr 1919 etabliert. Sie gewährleisten einen rigorosen, konsistenten und gemeinschaftlichen Beitrag der Industrie zu wichtigen Entwicklungen in der globalen Fahrzeugregulierung.

Diese Beiträge führten nicht nur zum Übereinkommen von 1958, sondern auch zu dessen erweiterten Überarbeitung sowie zum stärker harmonisierten globalen Übereinkommen von 1998.

 

In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Automobilbranche – geprägt durch Elektrifizierung, softwaredefinierten Fahrzeugen, automatisiertem Fahren und wachsenden Anforderungen an die Cybersicherheit – stellt regulatorische Harmonisierung einen strategischen Erfolgsfaktor dar. Sie unterstützt sichere Innovation, reduziert Marktfragmentierung und stärkt das Vertrauen der Verbraucher.

 

François Roudier, Generalsekretär der OICA, sagte:
„Regulierung ist das Rückgrat der Automobilindustrie. Hinter jedem sichtbaren technologischen Fortschritt stehen Jahre anspruchsvoller technischer Zusammenarbeit. Diese 200. Sitzung des Technischen Komitees der OICA würdigt all jene, die in den vergangenen 70 Jahren eine internationale Vision von Fahrzeugsicherheit, Innovation und Interoperabilität vorangebracht haben. Es waren Hunderttausende von Arbeitsstunden notwendig, um jede einzelne Komponente des Fahrzeugs, das Sie fahren, zu regulieren.“

 

Aus diesem Anlass spricht OICA der UNECE sowie allen Expertinnen und Experten, nationalen Mitgliederverbänden, Behörden und Partnerorganisationen ihren Dank aus, deren Beiträge diesen gemeinsamen Prozess geprägt haben. OICA bekräftigt ihr Engagement für international harmonisierte, pragmatische und vorausschauende Regulierung.

 

Über OICA

Gegründet im Jahr 1919 ist OICA die Internationale Organisation der Kraftfahrzeughersteller und vereint 37 nationale Branchenverbände aus Europa, Amerika, Asien und Afrika. OICA vertritt die globalen Hersteller in institutionellen und regulatorischen Diskussionen – insbesondere bei den Vereinten Nationen (UNECE/WP.29) – und fördert die Harmonisierung technischer Vorschriften, die Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität weltweit. Zudem koordiniert OICA den internationalen Kalender der wichtigsten Automobil- und Mobilitätsmessen und unterstützt den globalen Austausch statistischer und wirtschaftlicher Informationen.

Home - International Organization of Motor Vehicle Manufacturers