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26. September 2019

Presseaussendung: "EU Automotive leaders unite to say “no” to ‘no deal’ Brexit"

Gut einen Monat vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union forderte die europäische Automobilindustrie Großbritannien und die EU auf, einen „no deal" Brexit zu vermeiden und hat dazu eine Presseaussendung veröffentlicht.

Auszug aus der Presseaussendung

  • Führende Vertreter der Automobilindustrie warnen vor den katastrophalen Folgen eines „no deal“ Brexits
  • Barrierefreier Handel ist von entscheidender Bedeutung für den anhaltenden Erfolg des EU-weiten Automobilsektors
  • WTO-Zölle auf Pkw und Transporter könnten für die EU- / UK-Industrie und die Verbraucher 5,7 Mrd. EUR bedeuten
  • Die Branche fordert, einen „no deal" Brexit zur Sicherung der europäischen Automobilindustrie in der Zukunft auszuschließen

Führende Organisationen, die Fahrzeug- und Teilehersteller in der EU vertreten, die European Automobile Manufacturers Association (ACEA), die European Association of Automotive Suppliers (CLEPA) sowie 21 nationale Verbände, darunter das Committee of French Automobile Manufacturers (CCFA), der Verband der Automobilindustrie (VDA), die Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) und der Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs (FFOe), haben sich zusammengeschlossen, um die Auswirkungen eines „no deal“ Brexits auf eines der wertvollsten Wirtschaftsgüter Europas hervorzuheben.

Die Automobilindustrie ist eine der größten Erfolgsgeschichten der EU und trägt zu Wachstum und Wohlstand bei. Jährlich werden 19,1 Millionen Fahrzeuge produziert und 13,8 Millionen Menschen finden im gesamten Sektor eine Beschäftigung – eine(r) von 16 Beschäftigten in der EU. Grundlegend dafür war die tiefe Verwurzelung der Branche, die bestrebt war, die Vorteile des Binnenmarkts und der Zollunion zum Vorteil der Unternehmen EU-weit zu maximieren.

Die europäischen Industriechefs haben davor gewarnt, dass die Auswirkungen eines "no deal" auf diesen vitalen Sektor gravierend sein werden. Der Austritt des Vereinigten Königreichs ohne Abkommen aus der EU würde eine seismische Verschiebung der Handelsbedingungen auslösen, da Zölle in Milliardenhöhe die Wahl und die Leistbarkeit der Verbraucher auf beiden Seiten des Kanals beeinträchtigen könnten. Das Ende des barrierefreien Handels könnte das Just-in-Time-Betriebsmodell der Branche schädigen, da allein in Großbritannien nur eine Minute Produktionsstillstand bis zu 54.700 EUR (50.000 GBP) kosten kann.

In der Zwischenzeit könnten die WTO-Zölle auf Pkw und Transporter die gemeinsame EU-UK-Automotive-Handelsrechnung um 5,7 Mrd. EUR (5 Mrd. GBP) erhöhen und die Preise für Kunden erhöhen, wenn die Hersteller die zusätzlichen Kosten nicht tragen können. Die Automobilhersteller sind der Ansicht, dass solche Störungen und Kosten vermieden werden müssen und alle Anstrengungen unternommen werden sollten, um einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU zu erreichen.

Presseaussendung "EU Automotive leaders unite to say "no" to "no deal Brexit"