Wir über uns

Kurzporträt

Der Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs, eine Körperschaft öffentlichen Rechts, ist die österreichweite gesetzliche Interessenvertretung aller Unternehmen, die eine Gewerbeberech­tigung für den Bereich der Fahrzeugindustrie besitzen.

Dazu gehören der Automobilbau (Pkw, Lkw, Busse, landwirtschaftliche Traktoren), die Zweirä­der (Motorräder und Fahrräder), Aufbauten, Anhänger und Karosserien, Kfz-Komponenten und -Teile (wie zum Beispiel Motoren und Getriebe, Auspuffsysteme, Gleitlager, Kupplungen, Brem­senteile) sowie eine Vielzahl sonstiger Produkte (Gabelstapler, Flugzeuge usw.). Auch Enginee­ring, der Prototypenbau sowie die industrielle Kfz-Reparatur zählen zum Tätigkeitsbereich der Mitglieder.

Der Fachverband ist die Interessenvertretung des viertgrößten Industriebereichs Österreichs. Eines Industriebereichs, der bei den Exporten an zweiter Stelle liegt und einschließlich der Zulie­ferbetriebe sowie der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche rund 355.000 Personen be­schäftigt und damit das Herz des Automobillandes Österreichs darstellt.

Der Fachverband ist sich seiner verantwortungsvollen Position bewusst und versteht sich insbe­sondere als Serviceorganisation, Wissensvermittler und Wirtschaftsförderer im Dienste seiner Mitgliedsunternehmen.

Aufgaben und Aktivitäten im Rahmen der Interessenvertretung

Die Aufgabenbereiche des Fachverbandes umfassen laut Wirtschaftskammergesetz sowohl den eigenen als auch den übertragenen Wirkungsbereich. Im Zuge der Arbeit als Interessenvertretung seiner Mitglieder stellen die Kollektivvertragshoheit, das Recht auf Gesetzesbegutachtung, die Mitwirkung an der Gewerbe- und Wirtschaftsverwaltung, die Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Angelegenheiten der Mitglieder, die Stärkung des Gemeinschaftsgeistes und des Ansehens in der Gesellschaft sowie das Führen von Mitgliederdateien und Statistiken die Tätigkeitsschwerpunkte dar. Weitere wichtige Maßnahmen sind der Interessenausgleich mit ande­ren Fachorganisationen, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, die Erstellung von unverbindlichen Verbandsempfehlungen und Standesregeln sowie die Beratung einzelner Mitglieder.

Kostenlose und exklusive Serviceleistungen für Mitglieder

Der Fachverband bietet seinen Mitgliedern eine Reihe von kostenlosen und exklusiven Serviceleistungen an. Neben der Erstellung von Quartalsberichten über Kfz-technische und rechtliche Normen werden sowohl mitgliederorientierte Einzelinformationen als auch ein wöchentliches Rundschreiben verfasst. Dabei wird in der Form eines Top-Management-Briefings unter ande­rem über Umwelt-, Zoll- und Handelspolitik, Verkehrs- und Infrastrukturpolitik, Arbeitsrecht, Energiepolitik, öffentliches Beschaffungswesen, Ausschreibungen, Preis- und Kartellpolitik sowie automotive Messen informiert.

Der Fachverband mit den niedrigsten Grundumlagen

Der Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs hebt mit 0,43 ‰ der Bruttolohn- und -ge­haltssumme (pro Beschäftigtem der Verbandsunternehmen rund 17 Euro) den geringsten „Fi­nanzierungsbeitrag“ im Vergleich zu allen anderen industriellen Fachverbänden ein. Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit sind die obersten Grundsätze der Gebarung. Nicht zu­letzt durch die jüngsten Reformbemühungen sowie aufgrund der laufenden Bemühungen des Fachverbandes um Einsparungen und Synergien mit anderen Akteuren konnte der „Beitragssatz“ von 0,6 ‰ im Jahr 1999 um insgesamt 28,3 % auf das derzeitige Niveau gesenkt werden.

Präsidium und Fachverbandsausschuss

Dem Fachverband steht ein von allen Mitgliedsfirmen auf jeweils 5 Jahre gewähltes Präsidium vor. In der derzeit laufenden Funktionsperiode (2015 bis 2020) wurde Komm.-Rat DDr. Karl-Heinz Rauscher (MAN Truck & Bus Österreich AG) als Obmann und Komm.-Rat Dipl.-Ing. Rudolf Hamp (Opel Wien GmbH) und Dr. Dieter Siegel (ROSENBAUER INTERNATIONAL AG) als seine Stellvertreter gewählt. Dieses Präsidium ist selbst Teil des Fachverbandsausschusses, der 20 Funktionäre umfasst. Dieser Ausschuss ist das oberste Lenkungsgremium des Fachverbandes und hat über Grundumlagenanteile, Budgetange­legenheiten, Wirtschaftsförderung, Mitgliedschaften bei Organisationen, Subventionen sowie die Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen zu entscheiden. Weiters stellt der Ausschuss bei einer Vielzahl von Sonderthemen – wie zum Beispiel den Restitutionszahlungen und den jährlich stattfindenden Kollektivvertragsverhandlungen – die entsprechenden Weichen.

Die Geschäftsstelle

Das operative Geschäft wird von Geschäftsführer Mag. Walter Linszbauer (Sekretariat Fr. Sabine Pflügl) mit Unterstützung durch seinen Stellvertreter Mag. Andreas Gaggl, MSc und durch Ing. Gerhard Klausner geführt.

Selbstständigkeit und Finanzhoheit garantieren Unabhängigkeit

Damit der Fachverband seine Aufgaben für seine Mitgliedsunternehmen bestmöglich und unein­geschränkt wahrnehmen kann, ist es das vorrangige Ziel des Fachverbandsausschusses, die Selbstständigkeit und, damit verbunden, die Finanzhoheit für den Fachverband zu bewahren. Damit ist gewährleistet, dass der Fachverband unabhängig von anderen wirtschaftlichen oder politischen Interessengruppierungen agieren kann.

Mitgliedschaften und Beiräte

Der Fachverband der Fahrzeugindustrie agiert auf nationaler Ebene:

Vertretungen in österreichischen Beiräten

Beirat für historische Kraftfahrzeuge
Kraftfahrbeirat
Verkehrssicherheitsbeirat
Zivilluftfahrtbeirat
Lackbeirat
Mängelkatalog-Redaktionsteam
Beirat für Elektromobilität
Schiedskommission/Preisanträge Lkw, öffentliche Aufträge (Kostenfeststellung)

Mitgliedschaften auf nationaler Ebene

ARGE Sicherheit und Wirtschaft
IWI (Industriewissenschaftliches Institut)
ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik)
Österreichische Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung
Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb
AUSTROSPACE (Vereinigung zur Förderung der österreichischen Weltraumindustrie)
BVL (Bundesvereinigung Logistik Österreich)

Sponsoring

Formula Student Teams

Der Fachverband nimmt eine wichtige Rolle in zahlreichen internationalen Organisationen und Verbänden ein:

Mitgliedschaften auf europäischer Ebene

ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles)
ACEM (Association des Constructeurs Européens de Motocycles)
CEMA (European Committee of Associations of Manufacturers of Agricultural Machinery; in Kooperation mit dem Fachverband Maschinen & Metallwarenindustrie)
CLCCR (Comité de Liaison de la Construction de Carrosseries et de Remorques)
CONEBI (Confederation of the European Bicycles Industry)
EUROFEU (Europäisches Komitee der Hersteller von Fahrzeugen, Geräten u. Anlagen für den Brandschutz)
WEM (Gesamtverband der metallindustrieellen Arbeitgeberverbände; im Wege der BSI)

Mitgliedschaften auf weltweiter Ebene

GTB (Groupe de Travail “Bruxelles 1952”)
IMMA (International Motorcycle Manufacturers Association)
OICA (Organisation Internationale des Constructeurs d’Automobiles)

Durch das Mandat der OICA hat der Fachverband Einfluss auf die bei der UNO eingerichtete Arbeitsgruppe „Fahrzeugkonstruktion“ (WP29) und ist selbst bzw. durch Experten der Mitgliedsunternehmen oder Experten der TU-Wien aufgrund der Kooperation mit den Ministerien in den EU-Arbeitsgruppen MVWG und MVEG vertreten.